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Walderlebnistag (2006)

 

Bös-cooles Abenteuer im Wald
Ferienspiele Hohberg 2006: Erlebnistag für Sechs- bis Zwölfjährige
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Trotz trüber Wetteraussichten am Morgen stürmten 70 Kinder den Walderlebnistag, den die Jagd- und Naturschule Weck am 16. August 2006 in Zusammenarbeit mit Michael Bayer und Erich Ketterer bei den  Hohberger Ferienspiele angeboten hat. Mut, Kreativität, Teamgeist und selbstverständlich Spaß standen dabei im Mittelpunkt.

Auf den ersten Blick erscheint die Aufgabe alles andere als einfach: »Suche etwas, das von einem Tier erzählt.« Das ist aber längst nicht alles, das Erich Ketterer von den Sechs- bis Zwölfjährigen fordert. Sie sollen auch schöne Blätter finden, mindestens 100 Dinge einer Sache oder etwas, das in der Natur stört. Erst stutzen die Kinder, dann schwärmen sie in kleinen Gruppen aus und füllen die Kartons, die ihnen Ketterer mit auf den Weg gegeben hat.

»Die Kinder sollen die Natur und auch deren Ästhetik bewusst wahrnehmen«, erklärt der Pädagoge. Sie sollen aber auch zum Nachdenken angeregt werden. Wenig später wird dann sichtbar, dass die Jungen und Mädchen die Aufgaben mit Bravour gemeistert haben.

Ein Stück weiter, pirscht derweil Karl-Heinz Weck mit seiner Gruppe auf leisen Sohlen durch den Tann. Tiere werden aufgespürt. Dass Wildschein, Reh und Hase nur aus Holz sind, scheint dabei nicht zu stören.

Ketterer, Konrektor der Kappelrodecker Schlossbergschule, und Weck, Leiter der gleichnamigen Natur- und Jagdschule in Offenburg, sind zum zweiten Mal bei den Hohberger Ferienspielen. Organisiert haben den Walderlebnistag im Diersburger Bergwald die Jäger Michael Bayer und Edgar Hahn. Die vier verbindet ein gemeinsames Ziel: Der Jugend Flora und Fauna näher bringen. Dass Interesse des Nachwuchses vorhanden ist, manifestiert sich in der Teilnehmerzahl: 70 Kinder, begleitet von 15 Erwachsenen.

Wissensvermittlung ist dabei nur zweitrangig. Im Vordergrund steht das Erlebnis. »Die Natur soll mit allen Sinnen begriffen werden«, sind sich Weck und Ketterer einig. Und so werden aus dem, was der Wald zu bieten hat, Bilder angefertigt, spielerisch Nestbau und Jungenaufzucht der Vögel nachempfunden oder mit verbundenen Augen Bäume ertastet.

Gefordert sind außerdem Teamgeist, strategisches Denken und Mut – Letzterer vor allem beim Sprung von einem zwei Meter hohen Holzstoß in die Arme der Kollegen oder beim blinden Hindernislauf entlang eines Seiles. Das kommt an: »Hammermäßig« und »bös-cool« meinen am Ende des Parcours, der über Stock und Stein geführt hatte, zwei Jungs.