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Jägerschlag Juni 2005

 


Gelungene Premiere bei Jagdschule Weck
100 Prozent Erfolg bei erster Jägerprüfung nach der neuen Verordnung
 
Knapp 100 Gäste, darunter auch Staatsminister Willi Stächele, hatten auf Einladung der Jagdschule Weck am 9. Juni im Gashaus "Königskrone" in Holzhausen Abschluss des Jägerkurses 2004/05 gefeiert. Es war der erste Kurs, der die Prüfung nach der neuen Jägerprüfungsverordnung abgelegt hatte.

"Wir haben gemeinsam die erste Jägerprüfung nach der neuen Verordnung hinter uns gebracht, und wie ich meine recht gut", verwies Jagdschulleiter Karl-Heinz Weck darauf, dass alle Prüflinge bestanden haben. Und das teilweise mit einem sehr guten Notendurchschnitt.

"Die neue Jägerprüfungsverordnung bringt zweifelsfrei erhebliche Erleichterungen mit sich", verwies er unter anderem auf vier Prüfungstermine pro Jahr, den Multiple-Choice-Test an der schriftlichen Prüfung oder den Wegfall der Tontauben bei der Schießprüfung. Allerdings verlor Weck auch kritische Worte. So sah er eine Gefahr darin, dass die Jagdscheinanwärter durch die Erleichterungen der Prüfung nicht mehr den nötigen Ernst entgegen bringen könnten: "Manch Prüfling mag sich denken, lass den Weck mal schwätzen, ich lern die 1300 Fragen aus dem Katalog auswendig, mach eine gute Note im Schriflichen, dann kann mir im Mündlich-Praktischen nichts mehr passieren."

Aber Jagd sei mehr als nur ein paar Fragen aus der grauen Theorie herunterbeten zu können und einen Jagdschein zu lösen. Weck: "Jagd ist Handwerk, Jagd ist Passion, Jagd ist Verantwortung - gegenüber dem Wild und der Natur. Sie dürfen mit Ihrem Jagdschein Waffen kaufen, entscheiden über Leben und Tod - und das kann Ihnen in mancher Situation viel abverlangen. Vor allem an Wissen." Deshalb ermahnte der Lehrherr seine Schüler, sich ständig weiterzubilden. In Theorie wie Praxis. "Und das sag ich nicht nur, weil ich mein Geld damit verdiene", merkte er mit einem Augenzwinkern an.

An dem Abend sollten aber nicht lange Reden im Mittelpunkt stehen, es sollte gefeiert werden. Dennoch vergaß Weck nicht, all jenen zu danken, die zur guten Vorbereitung der Jungjäger beigetragen hatten, allen voran seiner Schießstand-Mannschaft (Oliver Hagenbach, Wolfgang Melzer, Helmut Sahr, Alexander Wörner), die wie "die gute Seele vom Schießstand", Franz Gießler, bei Wind und Wetter zur Stelle waren. Für ihr Verständnis dankte er außerdem Familien, Freunden und Angehörigen der Prüflinge, die in den letzten Monate häufig zu kurz gekommen waren.

Im Namen der Jungjäger hielt schließlich Rainer Hempelmann eine kurze Ansprache, in der er die gute Vorbereitung an der Jagdschule Weck lobte. Zur Erinnerung überreichte er im Namen seiner Kollegen eine Gams-Skulptur.

Und bevor es zum gemütlichen Teil des Abends überging (der harte Kern feierte bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags), wurde ein alter Brauch gepflegt: der Jägerschlag. Reihum erhob Weck die Jungjäger mit den Worten "Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen, der zweite Schlag soll dir die Waidgerechtigkeit verleihen, der dritte Schlag sei ein Gebot: Was du nicht kennst, das schieß nicht tot" und symbolischen Schlägen auf die Schultern in den Stand der Jäger. Wolfgang Melzer überreichte die Jägerbriefe.

Den Jägerschlag erhielten:

Jägerkurs 2004/05: Markus Bauer (Herbolzheim), Edgar Berg (Schutterwald), Louis Bravo (Kieselbronn), Jochem Bücherer (Teningen), Martin Chaloupka (Offenburg), Carsten Döring (Meißenheim), Thomas Dorer (Winden), Georg Ehret (Weisweil), Markus Ehret (Weisweil), Günter Föll (Renchen), Josef Gmeiner (Gengenbach), Sebastian Haas (Achern-Fautenbach), Josef Heckel (Herbolzheim), Rainer Hempelmann (Kehl-Odelshofen), Roland Käshammer (Ottenhöfen), Christian Knopf (Bühlertal), Rouven Kraft (Schaffhausen, CH), Rolf Levis (Kenzingen), Christian Maurer (Herbolzheim), Achim Ritter (Stuttgart), Matthias Seebacher (Bühlertal), Marijan Simundic (Ohlsbach), Sabine Stächele (Oberkirch), Mathias Sunderer (Neuried), Tassilo Viel (Achern), Ralf Wäldin (Meißenheim), Markus Wenzlaff (Meißenheim), Jürgen Wiedemer (Offenburg-Windschläg) und Georg Zeil (Schutterwald).

Jägerkurs 2003/04: Heiko Bruder (Seebach), Klaus Schwarze (Offenburg), Boris Gerber (Kehl), Katharina Karas (Hinterzarten) und Werner Volk (Jockgrim).

Leider nicht teilnehmen konnten: Dr. Christof Becker (Badenweiler), Willi Kray (Kuppenheim), Harald Link (Hartheim), Guntmar Ludin (Kippenheim), Horst Friebolin (Walzbachtal) und Tim Wodtke (Wittnau).
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