Aktuell: 2-tägiger Aufbaukurs „Vom Jagdaufseher zum Wildtierschützer" und 6-tägiger "Wildtierschützer-Lehrgang“

Jägerschlag September 2003

 
jaegerschlag_01»Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen, der zweite Schlag dir die Weidgerechtigkeit verleihen. Der dritte Schlag sei ein Gebot, was du nicht kennst schieß nicht tot.«
jaegerschlag_08Ehrfürchtig blicken die Jungjäger auf ihren Lehrherren, der ihnen den Hirschfänger auf die linke, rechte und schließlich wieder auf die linke Schulter legt. Wie einst der Knappe in den Ritterstand erhoben wurde, werden sie zum Jäger »geadelt«.
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19 Männer und eine Frau bekamen am 20. September im Gasthaus »Königs-Krone« in Rheinau-Holzhausen ihren Jägerbrief.

Mehrere hundert Jungjäger hat Ausbilder Karl-Heinz Weck in den vergangenen 30 Jahren nach bestandener Prüfung zum Jäger geschlagen, um damit einen alten Brauch zu pflegen.
 
jaegerschlag_05Den Schlag mit dem Hirschfänger samt Lehrabschieds-brief bekamen die Jäger-Lehrlinge bereits im 18. Jahrhundert.
Die Zeremonie, die einst dem Berufsjäger vorbehalten war, hat sich in den letzten Jahrzehnten aber auch bei den übrigen Waidmännern durchgesetzt, damit sie sich auf ihren Auftrag besinnen: »Sehen Sie Ihren Jagdschein nicht als Dokument, das Sie zum Jagen berechtigt, sondern als Auftrag, die Natur pfleglich zu behandeln«, gab Weck seinen Schülern mit auf den Weg und mahnte, die Jägerprüfung sei lediglich »ein Grundstein für das künftige Jägerdasein«.
 
jaegerschlag_06Nur durch die Bereitschaft zur permanenten Weiterbildung könne der Jäger heute den Anforderungen einer kritisch eingestellten Gesellschaft nachkommen.
»Wie glaubwürdig unser jagdliches Verhalten ist, wird sich im Bemühen der Jägerschaft zeigen, den Lebensraum aller wild lebenden Tiere zu erhalten und pflegen.« Deshalb sollte sich der Jäger als »Anwalt der Natur« und nicht nur des Wildes sehen. Der Jägerbrief, den ihnen Wolfgang Melzer aushändigte, soll die Jungjäger stets daran erinnern.
 
jaegerschlag_04Den Jägerbief bekamen: Matthias Burst, Daniel Fritsch, Roman Fritsch, Alexander Kräßig, Alexander Wörner (alle fünf Urloffen), Alexander Erhardt (Sasbachwalden), Johannes Gmeiner, Rudolf Huber (beide Bottenau), Martin Vogt (Ödsbach), Gunter Kohaupt (Offenburg), Hansjörg Müll (Kittersburg),
jaegerschlag_07Klaus Allgaier (Oberwolfach), Albrecht Ludin (Kippenheim), Ralf Guidemann (Mahlberg), Wolfgang Gottwalt (Kirchzarten), Daniela Henniger (Karlsruhe), Hartmut Keller (Menzenschwand), Markus Sonntag (Ravensburg), Udo Kniffka (Biebrich) und Gabriel Weber (Biederbach).